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Inhaltliche Konzepte: Content-Strategie und Informationsarchitektur

Die meisten Website-Projekte scheitern nicht am Design, sondern daran, dass Inhalte zu spät kommen. Wir drehen die Reihenfolge um: erst Zielgruppen, Seitenbaum und Texte, dann Layout und Technik. So entsteht eine Website, die sagt, was sie sagen soll — und eine Redaktion, die weiß, was sie pflegt.

Content-StrategieInformationsarchitekturWebsite-TexteRedaktionsplanung

Erst der Inhalt, dann das Layout

Der typische Projektverlauf: Das Layout ist abgenommen, die Templates sind gebaut — und dann beginnt die Suche nach Texten für Spalten, die niemand für sie geplant hat. Platzhalter füllen die Lücken, der Launch verschiebt sich, und am Ende werden Inhalte in ein Design gezwängt, das für andere gedacht war.

Wir drehen die Reihenfolge um. Erst klären wir, was Ihre Website sagen muss und wem. Dann entsteht die Struktur, dann das Design. Ein Layout, das um echte Inhalte gebaut ist, hält länger als eines, das auf Blindtext basiert.

Informationsarchitektur: der Seitenbaum trägt alles

Am Anfang steht keine Sitemap, sondern eine Liste von Fragen. Was wollen Ihre Besucher wissen, bevor sie anfragen, kaufen oder anrufen? Aus diesen Nutzerfragen leiten wir Zielgruppen, Themen und Prioritäten ab — die Grundlage für jede weitere Entscheidung.

Daraus entsteht der Seitenbaum: welche Seiten es gibt, wie sie heißen, wie tief die Navigation geht, welche Seite welche Frage beantwortet. Dazu definieren wir Seitentypen und Module mit klaren Vorgaben, welche Inhalte jeder Typ braucht. So wissen Design und Redaktion vor der ersten Zeile Code, womit sie arbeiten.

Tonalität, Wording und Website-Texte

Eine Website klingt entweder nach Ihnen oder nach niemandem. Wir legen Tonalität und Wording fest, bevor der erste Text entsteht: wie Sie Kunden ansprechen, welche Begriffe Sie verwenden, welche Sie vermeiden. Das Ergebnis ist ein Leitfaden, an dem sich jeder spätere Text messen lässt — auch der, den Ihre Redaktion in drei Jahren schreibt.

Auf dieser Basis schreiben wir die Website-Texte selbst oder redigieren Ihre. Jede Seite bekommt eine klare Aufgabe, eine Kernaussage und einen nächsten Schritt. Die Keyword-Recherche aus dem SEO-Konzept fließt direkt ein, statt hinterher eingearbeitet zu werden.

Übergabe, die im CMS ankommt

Ein Konzept, das als PDF im Ordner liegt, ist keins. Wir strukturieren Inhalte so, wie TYPO3 oder WordPress sie später abbilden: nach Seitentypen, Modulen und Feldern. Ihre Redaktion bekommt keine Fließtext-Wüste, sondern Inhalte, die sich direkt einpflegen lassen.

Dazu gehört ein Redaktionsplan: wer welche Inhalte pflegt, was regelmäßig aktualisiert wird, welche Themen nach dem Launch folgen. Eine Website ist am Launch-Tag nicht fertig. Sie fängt da an.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Content-Strategie und Content-Konzept?

Die Content-Strategie beantwortet das Warum und Wohin: Zielgruppen, Themenfelder, Ziele. Das Content-Konzept macht daraus etwas Umsetzbares: Seitenbaum, Seitentypen, Module, Texte, Redaktionsplan. Wir trennen beides nicht künstlich — bei uns ist die Strategie die erste Phase des Konzepts, nicht ein eigenes Dokument, das niemand liest.

Wann sollte das Content-Konzept im Website-Projekt stehen?

Vor dem Design. Wer Layout und Templates baut, bevor die Inhalte stehen, plant um Platzhalter herum — und zahlt später doppelt, wenn echte Texte nicht in die vorgesehenen Module passen. Unser Ablauf: Nutzerfragen und Zielgruppen, dann Seitenbaum, dann Seitentypen und Texte, dann Design und Umsetzung.

Wer schreibt die Website-Texte — Sie oder wir?

Beides funktioniert. Wir schreiben Texte komplett, redigieren Ihre Entwürfe oder liefern strukturierte Briefings, mit denen Ihr Team schreibt. Entscheidend ist die Grundlage: Ohne Tonalitäts-Leitfaden und klare Seitenaufgaben wird jeder Text zur Einzelentscheidung. Mit beidem liefert auch eine interne Redaktion konsistent.

Wie lange dauert ein Content-Konzept?

Das hängt vom Umfang der Website ab. Für eine mittelgroße Unternehmensseite planen Sie vom Kickoff bis zum abgestimmten Seitenbaum mit Texten für die Kernseiten einige Wochen ein. Das Projekt verliert dadurch keine Zeit — die Arbeit verlagert sich an den Anfang, wo sie hingehört.

Brauchen wir ein Content-Konzept auch beim Relaunch?

Gerade dann. Ein Relaunch, der alte Inhalte in neues Design gießt, transportiert alte Probleme mit. Wir prüfen den Bestand: Was bleibt, was wird überarbeitet, was fliegt raus. Häufig schrumpft der Seitenbaum dabei deutlich — weniger Seiten, die echte Nutzerfragen beantworten, sind besser auffindbar und leichter zu pflegen.

Weitere Antworten in unseren Fragen & Antworten

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