TYPO3-Update

TYPO3-Upgrade auf v14 LTS

TYPO3 v14 LTS ist seit dem 21. April 2026 die aktuelle Langzeitversion; aktuelle Releases sind 14.3.6 und 13.4.34. Wer noch auf v12 oder älter läuft, bekommt Sicherheitsupdates nur noch gegen Geld — oder gar nicht. Sharpness Solutions ist eine Digitalagentur in Oldenburg (Niedersachsen); wir führen TYPO3-Upgrades bundesweit durch, auch remote und an Systemen, die jemand anders gebaut hat. Unten stehen Support-Enddaten, ELTS-Preise, die Breaking Changes in v14 und der Ablauf eines Upgrades.

Anfrage stellen 0441 21 21 63 0 Mo – Fr, 9:00 – 16:00 Uhr

Woran Sie gerade sitzen

Die meisten Anfragen zu TYPO3-Updates kommen nicht aus Begeisterung für neue Features. Sie kommen, weil jemand eine Frist gefunden hat, eine Ausschreibung ansteht, ein Sicherheits-Audit gelaufen ist oder die alte Agentur nicht mehr antwortet. W3Techs weist für TYPO3 Anteile je Hauptversion aus (Abruf 16.08.2026). Auf die noch kostenlos unterstützten Versionen 13 und 14 entfallen zusammen 26,0 Prozent, auf Version 12 und älter die übrigen rund 74 Prozent. Bezugsgröße sind die von W3Techs erfassten TYPO3-Sites, bei denen die Hauptversion bestimmbar war; wie groß dieser Anteil an allen TYPO3-Installationen ist, gibt W3Techs nicht an. (abgerufen am 16.08.2026). Über die übrigen sagt die Zahl nichts. Sie sind nicht in schlechter Gesellschaft. Ungeschützt sind Sie trotzdem.

Sie wissen nicht, welche Version überhaupt läuft

Die TYPO3-Versionsnummer steht im Backend unten in der Modulleiste, ausführlicher unter Admin Tools → Environment; in v14 heißt der Bereich Administration → Environment. Ohne Backend-Zugang wird es schwierig: Der Meta-Generator im Quelltext lautet seit TYPO3 6.2 nur noch „TYPO3 CMS“ und nennt keine Version mehr.

Ihre Version bekommt keine Sicherheitsupdates mehr

Für TYPO3 v12 endete der kostenlose Support am 30.04.2026, für v11 am 31.10.2024, für v10 am 30.04.2023. Für v9 und v8 gibt es seit 30.09.2025 beziehungsweise 31.03.2024 auch kein kaufbares ELTS (Extended Long Term Support) mehr.

Sie sollen einen Preis fürs Budget nennen

Die Geschäftsführung will eine Zahl fürs Budget. Den Aufwand treiben fünf Dinge: Ausgangsversion, Zahl der Eigenentwicklungen, Anteil der über list_type registrierten Plugins, Schnittstellen und Zustand des Frontends. Die ersten vier können Sie selbst zählen, den Zustand des Frontends beurteilt jemand von außen.

Die Agentur von damals ist nicht mehr erreichbar

Kein Composer-Setup, kein Repository, ein Server, auf den niemand mehr Zugriff hat: Das ist der Normalfall bei Systemen, die zehn Jahre gelaufen sind. Rekonstruierbar ist das meistens. Der Aufwand gehört dann in die Schätzung.

Update oder gleich neu bauen?

Ab TYPO3 v8 oder v9 ist ein Upgrade technisch ein Neuaufbau mit Datenübernahme. Die Upgrade-Wizards älterer Versionen liegen längst nicht mehr im Core. Wenn zusätzlich das Frontend veraltet ist, kostet der Neubau oft weniger als der Rettungsversuch.

Barrierefreiheit — falls Sie an Verbraucher verkaufen

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28.06.2025 für Verbraucherangebote im elektronischen Geschäftsverkehr. Reines B2B ist nicht erfasst, für Dienstleistungen gilt die Kleinstunternehmen-Ausnahme. Wenn es Sie trifft: An einem ungepflegten System lässt sich Barrierefreiheit nicht sinnvoll nachrüsten. Dann gehören beide Themen in ein Projekt, nicht in zwei.

Was ohne Sicherheitsupdates passiert

Eine TYPO3-Instanz ohne Sicherheitsupdates ist nicht unauffällig, sondern dokumentiert verwundbar. Am 09.06.2026 veröffentlichte das TYPO3 Security Team 14 Core-Advisories auf einmal — TYPO3-CORE-SA-2026-006 bis -019, darunter Broken Access Control, Cross-Site Scripting, Open Redirect, unsichere Deserialisierung und SQL-Injection. Die Korrekturen erschienen als 10.4.57 ELTS, 11.5.51 ELTS, 12.4.46 ELTS, 13.4.31 LTS und 14.3.3 LTS. Wer v10, v11 oder v12 ohne bezahlten ELTS-Vertrag betreibt, hat genau diese Lücken bis heute offen. Der Fehler ist öffentlich beschrieben, der Patch existiert. Er liegt hinter einer Rechnung. Nachlesbar ist das in den Security Advisories auf typo3.org.

Ein Beispiel zum Zitieren in der Entscheidungsvorlage: TYPO3-CORE-SA-2026-008, CVE-2026-47346, Schweregrad High, veröffentlicht am 09.06.2026. Backend-Nutzer mit Schreibrechten auf Dateien konnten Formulardefinitionen mit gemischter Groß- und Kleinschreibung im Dateinamen hochladen, damit die Upload-Beschränkung des Form Frameworks umgehen und über präparierte Definitionen beliebige SQL-Statements ausführen — bis hin zum Anlegen eigener Administratorkonten. Betroffen waren 10.0.0 bis 10.4.56, 11.0.0 bis 11.5.50, 12.0.0 bis 12.4.45, 13.0.0 bis 13.4.30 und 14.0.0 bis 14.3.2. Fünf Monate früher, am 13.01.2026, erlaubte TYPO3-CORE-SA-2026-003 (CVE-2025-59022) Backend-Redakteuren mit Recycler-Zugriff das Löschen beliebiger Datensätze aus jeder TCA-Tabelle — auch aus denen, an denen sie keine Rechte hatten.

Veraltete TYPO3-Installationen werden in der Praxis angegriffen, und ein Treffer bleibt oft lange unbemerkt. Im März 2014 meldete heise online hunderte kompromittierte TYPO3-Websites, viele davon in Deutschland, auf der damaligen LTS 4.5.x: PHP-Dateien im Konfigurationsverzeichnis, eine main.php im Webroot, eine manipulierte .htaccess, die Casino-Spam nur an Besucher aus Suchmaschinen auslieferte. Direktaufrufe zeigten eine Fehlerseite. Die Betreiber merkten nichts. Ob eine TYPO3-Lücke der Einstieg war, wurde nie geklärt: Die TYPO3 Association widersprach damals, und auch Websites ohne TYPO3 waren betroffen. Genau das ist der Punkt. Auf einem ungepflegten System lässt sich hinterher nicht mehr rekonstruieren, was passiert ist. Dazu kommt die zweite Ebene: Wer TYPO3 v8, v9 oder v10 betreibt, läuft zwingend auf PHP 7.4 oder älter. PHP 7.4 ist seit dem 28.11.2022 End-of-Life. Die Lücke besteht dann in der Anwendung und in der Laufzeitumgebung gleichzeitig.

Support-Enddaten und ELTS: die Zahlen

TYPO3 v14 LTS erschien am 21.04.2026 und erhält kostenlosen Support bis 30.06.2029, ELTS bis 30.06.2032. TYPO3 v13 LTS: kostenlos bis 31.12.2027, ELTS bis 31.12.2030. v12: kostenloser Support endete am 30.04.2026, ELTS bis 30.04.2030, das vierte Jahr davon nur über TYPO3-Partner. v11: kostenlos beendet am 31.10.2024, ELTS regulär bis 31.10.2027, das vierte Jahr bis 31.10.2028 nur über TYPO3-Partner. v10: kostenlos beendet am 30.04.2023, ELTS regulär bis 30.04.2026 — das vierte Jahr bis 30.04.2027 ist ausschließlich über TYPO3-Partner buchbar. Wer heute auf v10 läuft, bekommt ELTS also nur noch auf diesem Weg. v9.5: ELTS am 30.09.2025 ausgelaufen. v8.7: ELTS am 31.03.2024 ausgelaufen. Für v9 und älter gibt es keine Sicherheitsupdates mehr, auch nicht gegen Bezahlung.

ELTS (Extended Long Term Support) ist der kostenpflichtige Sicherheits-Support der TYPO3 GmbH für Versionen, deren kostenloser Support ausgelaufen ist. Eine Einzellizenz („Single Plan") für TYPO3 v12 kostet seit April 2026 3.200 Euro pro Jahr vor Rabatten, für v11 und v10 liegt der Listenpreis bei 2.800 Euro. Eine Lizenz deckt eine Instanz ab: eine TYPO3-Installation samt Live-, Failover-, Staging- und Entwicklungsumgebungen, auch wenn darauf mehrere Websites laufen. Mehrere unabhängige Installationen brauchen mehrere Lizenzen. Mitglieder der TYPO3 Association bekommen 25 Prozent (Silver), 30 Prozent (Gold) oder 45 Prozent (Platinum) Nachlass. Drei Punkte gehören dazu: ELTS liefert nur Sicherheits- und Kompatibilitätspatches, keine Features. Das jeweils vierte ELTS-Jahr — bei v12 bis 30.04.2030, bei v11 bis 31.10.2028, bei v10 bis 30.04.2027 — ist ausschließlich über TYPO3 Solution und Technology Partner erhältlich. Und die passende PHP-Version läuft parallel aus: TYPO3 v12 ist für PHP 8.1 bis 8.4 freigegeben. PHP 8.1 bekommt seit dem 31.12.2025 keine Sicherheitsupdates mehr, PHP 8.2 nur noch bis 31.12.2026 — die Laufzeitumgebung muss also getrennt nachgezogen werden. Ein ELTS-Vertrag für TYPO3 deckt die Laufzeitumgebung nicht ab.

Ob ELTS oder Upgrade günstiger ist, entscheidet die Laufzeit. Drei Jahre v12-ELTS summieren sich auf 9.600 Euro Lizenzkosten vor Rabatt, ohne dass danach ein einziger Breaking Change erledigt wäre. Am 30.04.2029 stehen Sie an derselben Stelle, nur mit drei weiteren Jahren technischer Distanz zur Zielversion. Sinnvoll ist ELTS trotzdem: als Überbrückung, wenn ein Relaunch bereits terminiert ist, wenn ein Zertifizierungs- oder Ausschreibungszeitraum läuft, oder wenn im laufenden Haushaltsjahr schlicht kein Projektbudget mehr da ist. Als Dauerlösung ist es teuer. Den Beschaffungsweg klären wir vorher: Bei TYPO3 v10 und v11 führt er über einen TYPO3-Partner. Enddaten und Preise dieses Abschnitts stammen von get.typo3.org und typo3.com/elts, abgerufen am 16.08.2026.

Was in v14 technisch bricht

Der Punkt, an dem in TYPO3 v14 die meisten Bestandssysteme brechen, heißt list_type. Das Datenbankfeld tt_content.list_type und das Inhaltselement tt_content.list wurden ersatzlos entfernt (Breaking #105377). Die klassische Plugin-Registrierung über CType=list funktioniert damit nicht mehr: ExtensionUtility::configurePlugin() registriert Plugins jetzt als eigenen CType; der Parameter für den Plugin-Subtype ist wirkungslos geworden und kann entfallen — jeder andere Wert als CType führt zu einer Exception. Bei ExtensionManagementUtility::addPlugin() sind die Argumente $type und $extensionKey ersatzlos gestrichen. Jede betroffene Extension braucht zusätzlich einen eigenen Upgrade-Wizard, der von AbstractListTypeToCTypeUpdate erbt und alte list_type-Werte auf neue CType-Werte abbildet. Extensions ohne diesen Wizard hinterlassen nach dem Upgrade Inhaltselemente, die niemand mehr rendert.

Neben list_type brechen in TYPO3 v14 die Änderungen an der Rendering-Schicht, die jedes individuelle Template betreffen. Der TypoScriptFrontendController ist entfernt (#107831), ebenso die TypoScript-Bedingung getTSFE() (#107473). Fluid 5.0 bringt strict types in ViewHelpern und geändertes CDATA-Verhalten (#108148). Die TYPO3-eigenen Fluid-Views TYPO3\CMS\Fluid\View\StandaloneView, \TemplateView und \AbstractTemplateView sind entfernt; Views entstehen jetzt über ViewFactoryInterface::create(). Dazu die Extbase-Klasse HashService und Methoden wie GeneralUtility::hmac() oder ExtensionManagementUtility::addPageTSConfig(). Callables in TypoScript und TSconfig brauchen ein Opt-in per Attribut #[AsAllowedCallable] (#108054). Asset-Concatenation im Frontend (#108055) und HTTP-Response-Kompression (#107943) sind entfallen; beides gehört jetzt in Build-Prozess und Webserver.

Ein guter Teil der Breaking Changes in TYPO3 v14 lässt sich automatisiert migrieren, aber nicht alles. Für die v14-Migration wurden im TYPO3-Community-Budget 45 neue Rector-Regeln und 11 neue Fractor-Regeln finanziert: Rector migriert PHP-Code, Fractor die übrigen Dateien — TypoScript, FlexForms, YAML, Fluid-Templates. Der Extension Scanner im Install Tool findet Aufrufe entfernter API im eigenen Code. Handarbeit bleibt überall dort, wo eine Fremd-Extension kein v14-Release hat, wo Geschäftslogik in Templates steht und wo Bibliotheken über Composer-Constraints kollidieren. Ein sauber implementierter Unsinn ist immer noch Unsinn, auch nach dem Rector-Lauf.

Upgrade, Zwischenziel v13 oder Neubau

Ob ein bestehendes TYPO3-System auf v14 aktualisiert, zunächst nur auf v13 gehoben oder mit Datenübernahme neu gebaut wird, entscheiden vier Schwellen — nicht das Gefühl. Erstens die Ausgangsversion: Von TYPO3 v12 oder v13 aus ist v14 ein normales Upgrade-Projekt. Von v11 aus sind es zwei Sprünge über eine Zwischenstufe. TYPO3 entfernt Upgrade-Wizards zwei Major-Versionen nach ihrer Einführung aus dem Core; für Daten aus v10 und älter fehlen sie in v14 deshalb, und müssen über eine Zwischenversion oder eine Community-Extension nachgeholt werden. Zweitens die Zahl der Eigenentwicklungen. Drittens der Anteil der Plugins, die über list_type registriert sind. Viertens der Zustand des Frontends: Wenn das Design ohnehin ersetzt wird, entfällt der Grund, das alte Template zu retten.

Ein Upgrade von TYPO3 v8 oder v9 auf v14 ist technisch ein Neuaufbau mit Datenübernahme, kein Versionssprung. Zwischen v9.5 und v14 liegen fünf Major-Versionen, der Wechsel von PHP 7.2 auf PHP 8.2 und mit Composer ein anderes Betriebsmodell. Der neue Code entsteht ohnehin; übernommen werden Inhalte, Seitenstruktur, Dateien und URLs. Wenn dann noch dazukommt, dass die Seitenstruktur über Jahre gewachsen ist und niemand mehr erklären kann, warum es drei Newsbereiche gibt, ist der Neubau die günstigere Antwort. In der Schätzung stehen beide Wege mit beiden Zahlen nebeneinander, auch wenn das Upgrade der kleinere Auftrag ist.

Zielversion ist im Regelfall TYPO3 v14, Zwischenziel v13 nur mit Grund. v13 bekommt bis 31.12.2027 kostenlosen Support, v14 bis 30.06.2029 — wer 2026 auf v13 geht, plant das nächste Upgrade damit schon für 2027 ein. Für v13 spricht genau ein Argument: Dort gilt der list_type-Zwang noch nicht. Wenn eine geschäftskritische Fremd-Extension kein v14-Release hat und kein Ersatz in Sicht ist, ist v13 die belastbare Zwischenstufe. Sonst kostet der Umweg zweimal Testaufwand für dasselbe Ergebnis.

Was sich für Redaktion und Betrieb ändert

Das Backend von TYPO3 v14 ist neu gestaltet: überarbeitetes Design, vereinfachte Navigation, umbenannte Module. Die Redaktion merkt davon mehr als von allem anderen im Projekt. Die Redaktion merkt davon mehr als von allem anderen im Projekt. Inhaltselemente werden im Context-Panel bearbeitet, ohne dass die Seite vollständig neu lädt. Neue Seiten legt ein geführter Assistent an, Übersetzungen ebenso. Und der Modulbaum heißt anders — das kostet die Redaktion in der ersten Woche mehr Zeit als jede neue Funktion. Rechnen Sie eine kurze Einweisung ein, eine Stunde am Testsystem, bevor umgeschaltet wird, nicht danach.

Für Betrieb und Administration bringt TYPO3 v14 Redis-Support für die Sessions des Install Tools — bisher waren die an lokale Dateien gebunden, was in Multi-Server- und Container-Setups regelmäßig störte; dazu Redis-Authentifizierung mit Benutzername und Passwort. Für Frontend- und Backend-Sessions gibt es Redis-Backends bereits seit v8. Neu sind außerdem ein Content-Type-Usage-Report über Sites hinweg und die Passwortvergabe fürs Install Tool per CLI. Die Systemanforderungen sind konkret: PHP ab 8.2.0 bis 8.5.99, Composer ab 2.1, mindestens 256 MB RAM, MariaDB ab 10.4.3, MySQL ab 8.0.17, PostgreSQL ab 10.0 oder SQLite ab 3.8.3. Ab v14.0 ist eine gültige composer.json für jede Extension Pflicht, ausdrücklich auch in Classic-Mode-Installationen.

Nach dem Upgrade beginnt der Teil, an dem die meisten Projekte scheitern: die Pflege. Der TYPO3-Wartungsplan sieht Maintenance-Releases etwa alle vier Wochen vor; für v14 sind Termine von 14.3.1 am 12.05.2026 bis 14.3.21 am 14.12.2027 veröffentlicht. Das sind planbar rund 13 Update-Fenster pro Jahr, dazu die unplanbaren Security-Releases. Wer das nicht einplant, steht in vier Jahren wieder vor derselben Frage. Wer die Fenster nicht selbst bedienen will, gibt sie an uns ab: 13 planbare Termine im Jahr plus die unplanbaren, geregelt in einem SLA.

Ablauf

Wir sehen uns Ihr TYPO3 an.

Schicken Sie uns die Versionsnummer, die Extension-Liste oder einfach die URL. Sie bekommen eine schriftliche Einschätzung mit Zielversion, Risikolage und Aufwandsrahmen — auch dann, wenn Sie danach woanders beauftragen. Sharpness Solutions GmbH, Edewechter Landstraße 161, 26131 Oldenburg. Telefon 0441 21 21 63 0, Mo–Fr 9:00–16:00 Uhr, info@sharpness.de.

  1. 1

    Bestandsaufnahme

    Im ersten Schritt sichten wir Zugänge, Repository, Serverumgebung und Datenbank. Wir ermitteln die laufende TYPO3-Version, die PHP- und Datenbankversion, den Composer-Status und die Liste aller installierten Extensions. Fehlt der Quellcode, rekonstruieren wir ihn vom Server. Das Ergebnis bekommen Sie schriftlich. Dauer: wenige Arbeitstage.

  2. 2

    Extension-Audit

    Jede Extension bewerten wir einzeln: Gibt es ein v14-Release? Bringt sie einen Upgrade-Wizard für list_type mit? Wird sie überhaupt noch genutzt? Gibt es Ersatz, oder muss die Funktion neu gebaut werden? Der Extension Scanner prüft parallel den eigenen Code. Der Aufwand steigt mit der Zahl der Extensions.

  3. 3

    Entscheidung und Aufwandsschätzung

    Vor der ersten Zeile Code steht das Ergebnis: Upgrade über die LTS-Stufen, Zwischenziel v13 oder Neubau mit Datenübernahme. Dazu eine Aufwandsschätzung nach Gewerken, ein Festpreis für klar abgegrenzte Teile und eine benannte Liste der Punkte, die erst am Testsystem entschieden werden können.

  4. 4

    Testinstanz und schrittweises Upgrade

    Gearbeitet wird auf einer Kopie, Ihre Website bleibt live. Der Sprung geht über die LTS-Stufen, nicht in einem Zug: jede Stufe mit Datenbank-Compare, Upgrade-Wizards und Funktionstest. Rector und Fractor laufen dabei mit, den Rest erledigt Handarbeit. Das ist der längste Block im Projekt.

  5. 5

    Abnahme, Redaktionseinweisung, Go-Live

    Sie testen am Staging-System gegen eine Abnahmeliste: Formulare, Suche, Schnittstellen, Redaktionsworkflow, Redirects. Die Redaktion bekommt vorher eine Einweisung ins neue Backend. Der Go-Live läuft im vereinbarten Fenster, üblicherweise außerhalb der Geschäftszeiten und in der Regel in unter zwei Stunden, mit vollständigem Backup und dokumentiertem Rückweg.

  6. 6

    Nachlauf und Wartung

    Nach dem Go-Live folgen Monitoring der Logs, Nacharbeiten aus der Abnahme und die Übergabe der Dokumentation. Danach die Frage, wer künftig die rund 13 planbaren Update-Fenster pro Jahr bedient — Sie selbst oder wir über ein SLA.

Projekte auf diesem System

Ein Auszug — nicht die vollständige Kundenliste.

Häufige Fragen

Bis wann bekommt meine TYPO3-Version noch Sicherheitsupdates?

Kostenlosen Support gibt es Stand 16.08.2026 nur noch für TYPO3 v13 (bis 31.12.2027) und v14 (bis 30.06.2029). Für v12 endete er am 30.04.2026, für v11 am 31.10.2024, für v10 am 30.04.2023. Diese drei Versionen lassen sich noch über kostenpflichtigen ELTS absichern: v10 bis 30.04.2027, v11 bis 31.10.2028, v12 bis 30.04.2030 — das jeweils letzte Jahr allerdings nur über einen TYPO3-Partner, und bei v10 ist das der Zeitraum, in dem wir uns gerade befinden. Für v9.5 und v8.7 ist auch ELTS ausgelaufen.

Wie finde ich heraus, welche TYPO3-Version bei mir läuft?

Die TYPO3-Versionsnummer steht im Backend unten in der Modulleiste und ausführlich unter Admin Tools → Environment → Environment Overview; in v14 heißt der Bereich Administration → Environment. Über SSH ist der CLI-Aufruf am zuverlässigsten: vendor/bin/typo3 --version im Projektverzeichnis, bei Classic-Mode-Installationen typo3/sysext/core/bin/typo3 --version. Ohne Zugang lässt sich die Version von außen nicht seriös bestimmen: Der Generator-Tag enthält seit TYPO3 6.2 keine Versionsnummer mehr, und Online-Checks arbeiten mit Fingerprints, die je nach Konfiguration ins Leere laufen.

Was kostet ein TYPO3-Upgrade?

Ein TYPO3-Upgrade wird nach Aufwand kalkuliert; den Aufwand bestimmen fünf Faktoren: Ausgangsversion, Zahl der Eigenentwicklungen, Anteil der über list_type registrierten Plugins, Schnittstellen zu Fremdsystemen und Zustand des Frontends. Vier davon zählen Sie selbst — die Version unter Admin Tools → Environment, die Eigenentwicklungen in packages/ oder typo3conf/ext/, die Plugins im Feld tt_content.list_type, die Schnittstellen aus Ihrer Systemliste. Ein Sprung von v12 auf v14 ist der Größenordnung nach ein Projekt von Wochen, ein Neuaufbau ab v9 eines von Monaten. Nach dem Extension-Audit steht ein Festpreis für die abgegrenzten Teile.

Wie lange dauert ein TYPO3-Upgrade auf v14?

Ein Upgrade von TYPO3 v12 auf v14 ist bei überschaubarem Extension-Bestand ein Projekt von Wochen, ein Neuaufbau ab v9 mit Datenübernahme eines von Monaten. Den Takt bestimmen Bestandsaufnahme und Extension-Audit am Anfang, die Verfügbarkeit von v14-Releases der Fremd-Extensions in der Mitte und Ihre Freigaben am Ende. Der längste Block ist das schrittweise Upgrade über die LTS-Stufen. Das Umschaltfenster beim Go-Live selbst liegt in der Regel unter zwei Stunden.

Was ist TYPO3 ELTS und was kostet es?

ELTS (Extended Long Term Support) ist der kostenpflichtige Sicherheits-Support der TYPO3 GmbH für Versionen, deren kostenloser Support ausgelaufen ist; er liefert Sicherheits- und Kompatibilitätspatches, keine Features. Eine Einzellizenz für TYPO3 v12 kostet seit April 2026 3.200 Euro pro Jahr vor Rabatten, für v11 und v10 liegt der Maximalpreis bei 2.800 Euro. Mitglieder der TYPO3 Association erhalten 25, 30 oder 45 Prozent Nachlass. Drei Jahre v12-ELTS kosten vor Rabatt 9.600 Euro und lösen kein technisches Problem. Sie kaufen Zeit bis zu einem terminierten Relaunch.

Kann ich von TYPO3 v9 direkt auf v14 springen?

Ein direkter Sprung von TYPO3 v9 auf v14 ist technisch möglich, praktisch aber ein Neuaufbau mit Datenübernahme und kein Upgrade. TYPO3 entfernt Upgrade-Wizards zwei Major-Versionen nach ihrer Einführung aus dem Core; für Daten aus v10 und älter fehlen sie in v14 deshalb. Zwischen v9.5 und v14 liegen fünf Major-Versionen, der Wechsel von PHP 7.2 auf mindestens PHP 8.2 und die Composer-Umstellung. Inhalte, Seitenstruktur, Dateien und URLs kommen mit, der Code entsteht neu.

Bleiben Inhalte, URLs und Google-Rankings beim Upgrade erhalten?

Inhalte, Seitenstruktur und Dateien werden beim Upgrade übernommen, URLs bleiben erhalten, solange die Routing-Konfiguration mitgezogen wird. Rankings hängen an URLs, Inhalten, Ladezeit und interner Verlinkung, nicht an der TYPO3-Version. Kritisch wird es, wenn im selben Schritt die Seitenstruktur geändert wird: Dann braucht jede alte URL eine 301-Weiterleitung, und die gehört in die Abnahmeliste. Wer beim Umbau auf Redirects verzichtet, verliert Sichtbarkeit — nicht wegen des Upgrades, sondern wegen der fehlenden Weiterleitungen.

Ist die Website während des Upgrades offline?

Nein, Ihre Website bleibt während des TYPO3-Upgrades online: Gearbeitet wird auf einer Kopie des Systems, die produktive Instanz läuft unverändert weiter. Offline ist die Seite nur im Umschaltfenster beim Go-Live, üblicherweise außerhalb der Geschäftszeiten und in der Regel unter zwei Stunden. Ein vollständiges Backup von Datenbank und Dateien wird unmittelbar davor gezogen, damit der Rückweg auf den alten Stand dokumentiert und geübt ist. Inhalte, die während der Umbauphase redaktionell entstehen, ziehen wir vor dem Umschalten nach.

Was passiert mit Extensions, die es für v14 nicht mehr gibt?

Für TYPO3-Extensions ohne v14-Release gibt es drei Wege: Ersatz durch eine gepflegte Alternative, Übernahme und Weiterpflege des Codes im eigenen Verantwortungsbereich, oder Neuentwicklung der Funktion. Welcher Weg günstiger ist, entscheidet der Funktionsumfang, nicht die Sympathie für die Extension. Wichtig ist der list_type-Punkt: Extensions ohne Upgrade-Wizard auf Basis von AbstractListTypeToCTypeUpdate hinterlassen nach dem Upgrade Inhaltselemente, die nicht mehr gerendert werden. Auch Standard-Extensions ziehen mit — news unterstützt ab Version 14.0.0 kein TYPO3 v12 mehr.

Reicht eine WAF, um eine veraltete TYPO3-Version abzusichern?

Eine Web Application Firewall reduziert das Risiko, beseitigt es aber nicht. Sie filtert bekannte Angriffsmuster; Lücken wie TYPO3-CORE-SA-2026-003, bei der authentifizierte Backend-Nutzer über das Recycler-Modul fremde Datensätze löschen konnten, laufen über legitime Anfragen und werden nicht erkannt. Zweitens läuft eine v8-, v9- oder v10-Instanz zwingend auf PHP 7.4 oder älter, das seit dem 28.11.2022 selbst keine Sicherheitsupdates mehr bekommt. Eine WAF kauft Zeit für ein terminiertes Upgrade. Als Dauerzustand ersetzt sie keinen Patch.

Erfüllt TYPO3 v14 die Anforderungen des BFSG automatisch?

Nein, TYPO3 v14 erfüllt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nicht automatisch — das BFSG gilt seit dem 28.06.2025 und bewertet das Ergebnis im Frontend, nicht die CMS-Version. Prüfmaßstab sind EN 301 549 und WCAG Stufe AA; entscheidend sind Templates, Kontraste, Fokusreihenfolge, Formulare und die redaktionelle Praxis. Ein aktuelles TYPO3 macht die Umsetzung möglich, mehr nicht. Betroffen sind Verbraucherangebote im elektronischen Geschäftsverkehr; reines B2B fällt grundsätzlich nicht darunter, und für Dienstleistungen gilt eine Kleinstunternehmen-Ausnahme unter 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. Ob Sie erfasst sind, klärt Ihre Rechtsberatung.

Übernehmen Sie auch TYPO3-Systeme, die eine andere Agentur gebaut hat?

Ja, wir übernehmen TYPO3-Systeme, die eine andere Agentur gebaut hat — bei Upgrade-Anfragen ist das der Normalfall. Für die Analyse brauchen wir Backend-Zugang mit Administratorrechten, SSH- oder FTP-Zugang zum Server, Datenbankzugang und, falls vorhanden, das Repository. Fehlt der Quellcode oder das Composer-Setup, rekonstruieren wir den Stand vom Server; dieser Aufwand gehört dann in die Schätzung. Danach übernehmen wir das System einschließlich Dokumentation und laufender Pflege.

Anfrage

Wir sehen uns Ihr TYPO3 an.

Schicken Sie uns Versionsnummer, Extension-Liste oder einfach die URL. Sie bekommen eine schriftliche Einschätzung mit Zielversion, Risikolage und Aufwandsrahmen — auch dann, wenn Sie danach woanders beauftragen.

  • Antwort von jemandem, der das System kennt — keine Warteschleife
  • Einschätzung vor dem Angebot, auch wenn sie gegen ein Projekt spricht
  • Ihre Angaben gehen per E-Mail an uns, nicht in ein CRM eines Dritten

Spam-Schutz: Cloudflare Turnstile — cookielos, ohne Tracking.

Anrufen Projekt anfragen