Leistung 07

KI-Integration in bestehende Systeme — Shop, Website, Backend

Wir bauen Sprachmodelle dort ein, wo bei Ihnen ohnehin gearbeitet wird: im Shopware-Shop, in TYPO3, im eigenen Backend, in der Anbindung ans ERP. Typische Aufgaben sind Produktdaten anreichern, Dokumente auslesen, Anfragen vorsortieren, Inhalte übersetzen. Was gut funktioniert, sagen wir Ihnen — und was nicht. Betrieb DSGVO-konform, auf Wunsch mit Open-Weight-Modellen auf eigenen Servern in Deutschland.

ProduktdatenDokumente auslesenSemantische SucheDSGVO & EU AI Act

Wo KI Arbeit abnimmt — und wo nicht

Die meisten KI-Projekte beginnen mit der Frage, wo der Chatbot hinsoll. Das ist selten die Stelle, an der KI Geld spart. Ein Assistent auf der Startseite beantwortet Fragen, die eine gute Suche und eine ordentliche FAQ auch beantworten — und produziert dabei Antworten, für die Sie haften. Der Nutzen liegt fast immer im Hintergrund: bei der wiederkehrenden Fleißarbeit, die heute jemand von Hand erledigt, weil sie zu unregelmäßig für ein Skript und zu stumpf für einen Fachmann ist.

Konkret heißt das: Produktbeschreibungen, Attribute und SEO-Texte für tausende Artikel im PIM, statt sie über Monate manuell zu tippen. Rechnungen, Lieferscheine und Bestellungen aus PDF und E-Mail in strukturierte Daten überführen. Eingehende Anfragen und Tickets klassifizieren und der richtigen Person zuweisen. Übersetzungen für mehrsprachige Shops, die eine Redakteurin danach prüft statt neu schreibt. Das sind unspektakuläre Aufgaben. Genau deshalb rechnen sie sich.

Die Funktion sitzt im System, nicht daneben

Eine KI-Funktion, die in einem separaten Tool sitzt, wird nach kurzer Zeit nicht mehr geöffnet. Deshalb bauen wir sie dort ein, wo die Arbeit ohnehin stattfindet: als Button im Shopware-Backend, der fehlende Produkttexte vorschlägt. Als Feld in TYPO3, das eine Meta-Description entwirft. Als Schritt in Ihrer Auftragsabwicklung, der eine eingehende Bestell-PDF ausliest und ins ERP übergibt. Die Kollegen müssen dafür nichts Neues lernen und keinen zweiten Browsertab offen halten.

Technisch ist das Integrationsarbeit, keine Modellforschung. Wir arbeiten mit PHP 8, Symfony und Python, sprechen die Modelle über APIs an und hängen die Ergebnisse an die Stelle, an der sie gebraucht werden. Für semantische Suche im Shop — Kunden suchen nach ihrem Problem, nicht nach Ihrer Artikelnummer — kombinieren wir Vektorsuche mit Elasticsearch und Ihrem bestehenden Sortiment. Für die interne Wissenssuche gilt dasselbe Prinzip: Das Modell antwortet aus Ihren Dokumenten, mit Quellenangabe, nicht aus dem Gedächtnis.

Datenschutz, EU AI Act und Serverstandort

Sobald Kundendaten, Rechnungen oder Personaldaten im Spiel sind, ist die Modellwahl eine Datenschutzfrage. Wir klären vor der Umsetzung, welche Daten das Haus verlassen dürfen und welche nicht. Dann fällt die Entscheidung: ein Anbieter mit Auftragsverarbeitungsvertrag und Verarbeitung in der EU, oder ein Open-Weight-Modell, das auf eigenen Servern in Deutschland läuft und gar nichts nach außen gibt. Das lokale Modell ist etwas schwächer als das größte Angebot am Markt. Für Klassifikation und Extraktion reicht es meist.

Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen unabhängig davon, ob sie Modelle selbst bauen oder nur einsetzen. Für unsere typischen Anwendungsfälle — Produkttexte, Klassifikation, Dokumentenextraktion — greift keine Hochrisiko-Einstufung. Was auch dann gilt, ist die KI-Kompetenzpflicht nach Artikel 4: Wer Systeme einsetzt, muss die Anwender dafür befähigen. Transparenzpflichten nach Artikel 50 betreffen bestimmte Systeme, etwa solche, die unmittelbar mit Menschen interagieren oder synthetische Inhalte erzeugen. Kritischer wird es dort, wo Systeme über Menschen entscheiden, etwa in der Bewerberauswahl — das ist als Hochrisiko eingestuft. Wir dokumentieren, welches Modell mit welchen Daten was tut, und halten fest, wo ein Mensch eingreift. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Kanzlei.

Ein Mensch prüft, bevor es rausgeht

Sprachmodelle erfinden Dinge. Sie tun das flüssig, in vollständigen Sätzen und ohne Anzeichen von Zweifel — das ist die unangenehme Eigenschaft, mit der man planen muss, statt sie wegzudiskutieren. Unsere Regel: Alles, was nach außen geht oder Geld bewegt, sieht vorher ein Mensch. Produkttexte laufen als Entwurf in den Freigabeprozess. Extrahierte Rechnungsdaten bekommen einen Konfidenzwert; was darunter liegt, landet auf einem Prüfstapel. Das Modell macht die Fleißarbeit, die Verantwortung bleibt im Haus.

Deshalb fangen wir klein an. Wir suchen einen Prozess, der oft läuft, klar beschreibbar ist und heute Zeit kostet — und bauen dafür einen Prototypen an echten Daten aus Ihrem System, nicht an Beispieldaten. Danach wird gemessen: Wie viele Fälle laufen ohne Korrektur durch, wo greift jemand ein, was kostet der Betrieb im Monat. Trägt das Ergebnis, rollen wir aus und nehmen den nächsten Prozess. Trägt es nicht, sagen wir das — bevor ein Jahresbudget daran hängt.

Häufige Fragen

Was kostet es, KI in unseren Shop oder unsere Software zu integrieren?

Die Kosten hängen am Anwendungsfall und teilen sich in zwei Posten: die einmalige Entwicklung der Integration und die laufenden Kosten für den Modellbetrieb, die sich nach verarbeiteter Textmenge richten. Eine Klassifikation eingehender Mails ist deutlich günstiger als eine semantische Suche über ein großes Sortiment. Sharpness (Oldenburg) startet deshalb mit einem eng geschnittenen Pilotprozess: Danach kennen Sie beide Posten aus Messung statt aus Schätzung.

Ist der Einsatz von KI mit der DSGVO vereinbar?

Ja, wenn geklärt ist, welche Daten an welches Modell gehen. Personenbezogene Daten dürfen nicht ungeprüft in fremde Dienste fließen; nötig sind ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO, eine geklärte Grundlage für die Übermittlung — EU-Verarbeitung oder Standardvertragsklauseln — und eine dokumentierte Zweckbindung. Wo das nicht reicht, betreibt Sharpness (Digitalagentur aus Oldenburg) offene Modelle mit frei verfügbaren Gewichten auf eigenen Servern in Deutschland — dann verlassen die Daten Ihre Umgebung nicht. Die rechtliche Bewertung trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.

Brauchen wir einen KI-Chatbot auf unserer Website?

Meistens nicht — jedenfalls nicht als erstes Projekt. Ein Chatbot auf der Startseite ist sichtbar, aber selten die Stelle, an der ein Unternehmen Zeit oder Geld spart; er beantwortet Fragen, die eine gute Suche ebenfalls beantwortet, und erzeugt Antworten, für die Sie haften. Empfehlenswert ist stattdessen zuerst die wiederkehrende Fleißarbeit im Hintergrund: Produktdaten, Dokumentenauslesung, Vorsortierung von Anfragen. Ein Assistent nach außen kann später folgen.

Was passiert, wenn das Modell etwas Falsches ausgibt?

Bei richtig gebauten Anwendungen fällt der Fehler auf, bevor er nach außen wirkt. Sprachmodelle erfinden Inhalte — das lässt sich nicht abschalten, aber einplanen: Texte gehen als Entwurf in eine Freigabe, extrahierte Daten bekommen einen Konfidenzwert und landen bei Unsicherheit auf einem Prüfstapel, Antworten aus der Wissensdatenbank nennen die Quelle. Jede KI-Funktion wird so gebaut, dass ein Mensch an der entscheidenden Stelle prüft — überall dort, wo etwas veröffentlicht wird oder Geld bewegt wird.

Lässt sich KI in unser bestehendes Shopware- oder TYPO3-System einbauen?

Ja, und das ist der Regelfall. Sharpness (Oldenburg) entwickelt KI-Funktionen als Erweiterung des Systems, in dem Ihr Team ohnehin arbeitet: als Plugin für Shopware 6, als Extension für TYPO3 oder als Funktion in Ihrer eigenen Anwendung auf PHP 8 und Symfony. Die Anbindung an das Modell läuft serverseitig über eine API, die Ergebnisse erscheinen dort, wo der Redakteur oder Sachbearbeiter sie braucht — nicht in einem separaten Werkzeug.

Weitere Antworten in unseren Fragen & Antworten

KI-Integration in bestehende Systeme — Shop, Website, Backend: Lassen Sie uns konkret werden.

Schildern Sie uns Ihre Ausgangslage — Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, keinen Pitch.

Anrufen Projekt anfragen