Wofür wir Proxmox einsetzen
Proxmox VE ist quelloffene Virtualisierung auf Enterprise-Niveau — und bei uns die Grundlage für jedes gehostete Projekt. Auf den Clustern laufen Shopware-Shops, TYPO3- und WordPress-Auftritte, Symfony-Anwendungen, dazu Datenbanken, Suchindizes und Schnittstellendienste. Jedes Projekt bekommt eine eigene virtuelle Maschine, zugeschnitten auf sein System: Arbeitsspeicher, CPU und Speicher werden nach dem tatsächlichen Bedarf vergeben, nicht nach einem Paketnamen.
Der Unterschied zum geteilten Hosting zeigt sich am schlechten Tag. Wenn ein Nachbarprojekt Last erzeugt, merkt Ihres davon nichts, weil es die Ressourcen nicht teilt. Wenn eine PHP-Version aktualisiert werden muss, betrifft das Ihr System und keines sonst. Und wenn ein Update schiefgeht, gibt es einen Snapshot von vorher. Das sind unspektakuläre Vorteile — sie zählen genau dann, wenn es unangenehm wird.
Wie wir die Cluster betreiben
Die Cluster stehen auf eigenen Servern in Deutschland. Wir fahren sie im Verbund, damit Umgebungen im laufenden Betrieb auf andere Hardware wandern können — für Wartung, beim Hardwaretausch oder wenn ein Projekt gewachsen ist. Speicher liegt redundant, Backups laufen über den Proxmox Backup Server mit versionierten Ständen. Wiederherstellung wird geprobt und nicht angenommen: Ein Backup, das niemand zurückgespielt hat, ist eine Vermutung.
Zum Betrieb gehört alles, was drumherum liegt: Betriebssystem- und PHP-Updates, Datenbankpflege, Monitoring, Zertifikate, DNS und Domains. Neue Umgebungen richten wir nach Vorlage ein, damit Test- und Produktivsystem gleich aussehen. Auf Wunsch laufen einzelne Dienste in Containern innerhalb der virtuellen Maschine. Erreichbar sind wir Mo–Fr von 9:00 bis 16:00 Uhr; darüber hinausgehende Bereitschaft regeln wir in individuellen SLA-Vereinbarungen.
Grenzen und Alternativen
Eigene Infrastruktur hat eine klare Grenze: Kapazität wächst nicht per Mausklick ins Unendliche. Wer über Nacht ein Vielfaches an Last erwartet und das nur an wenigen Tagen im Jahr, ist bei AWS oder Google Cloud besser aufgehoben. Dasselbe gilt für weltweite Auslieferung mit niedrigen Latenzen auf mehreren Kontinenten und für verwaltete Dienste, die man selbst nur mit erheblichem Aufwand betreiben könnte.
Auch der Preis ist kein Automatismus. Eine eigene Umgebung kostet mehr als ein Platz im Massen-Hosting — dafür bekommen Sie Ressourcen, die Ihnen gehören, und jemanden, der das System kennt. Für eine kleine Visitenkarten-Website ohne Anspruch ist das überdimensioniert; dafür gibt es günstigere Wege, und wir sagen das auch. Sinnvoll wird es, sobald ein System Umsatz trägt oder Prozesse abbildet.