01 Ausgangslage
Ein Online-Plotservice verkauft keine Artikel, sondern eine Verarbeitung. Was der Kunde bestellt, steckt in der Datei, die er hochlädt: Seitenanzahl, Formate, Flächen, Farbanteile. Erst daraus ergibt sich, was der Auftrag umfasst und was er kostet.
Mit einem Standardshop lässt sich das nicht abbilden. Die Dateien sind groß und uneinheitlich, jede manuelle Prüfung kostet Zeit und skaliert nicht mit der Bestellmenge. Ohne automatische Analyse steht der Preis erst fest, wenn jemand die Datei geöffnet und ausgemessen hat.
02 Lösung
Umgesetzt ist plotplus.de als TYPO3-Auftritt mit einer individuell entwickelten Verarbeitungsstrecke dahinter. Der Upload nimmt auch große Druckdateien entgegen, legt sie in einer Warteschlange ab und zeigt den Bearbeitungsstand während des Processings an.
In der Verarbeitung analysiert die Anwendung jede Datei: Seiten, Maße und bedruckte Fläche gehen zusammen mit Optionen wie Material, Ausgabeart und Stückzahl in ein Regelwerk ein, aus dem die Auftragspositionen und der Preis entstehen. Die Regeln sind konfigurierbar, damit neue Materialien ohne Codeänderung ergänzt werden können.
Die Verarbeitung läuft in Hintergrundprozessen, entkoppelt vom Webserver, damit ein großer Auftrag die Bedienung nicht ausbremst. Betrieb auf eigenen Servern in Deutschland mit Docker, MariaDB und Redis; der Speicher ist auf große Dateimengen ausgelegt.
03 Ergebnis
Der Kunde erhält Preis und Auftragsumfang aus seiner eigenen Datei, ohne Rückfrage und ohne Wartezeit auf ein Angebot. Im Betrieb kommen Aufträge an, die bereits geprüft und kalkuliert sind.
Weil die Kalkulationslogik im eigenen Code liegt, lassen sich Preismodelle, Materialien und Verarbeitungsschritte anpassen, wenn sich das Angebot ändert. Das ist der Unterschied zwischen einem Shop mit Artikelnummern und einer Software, die eine Dienstleistung verkauft.