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Shopware 6: Entwicklung und Betrieb von B2B-Onlineshops

Shopware 6 ist unser Hauptsystem für Onlineshops. Wir bauen damit vor allem B2B-Shops: kundenindividuelle Preise, Staffelpreise, Kundenhierarchien mit Zentrale und Niederlassungen, Freigabeprozesse, Punch-out ins Beschaffungssystem. Dazu kommen Migrationen aus Shopware 5, Magento und WooCommerce. Wir entwickeln eigene Plugins auf Symfony-Basis und hosten die Shops auf eigenen Servern in Deutschland.

Hauptsystem für Onlineshops

Was ist Shopware?

Shopware ist ein deutsches Open-Source-Shopsystem auf Symfony-Basis; die aktuelle Generation Shopware 6 wird für D2C- wie für B2B-Shops eingesetzt.

Wofür wir Shopware einsetzen

Der typische Fall ist ein Großhändler oder Hersteller, der seinen Bestandskunden einen Bestellkanal geben will. Preise sind dort selten öffentlich: Jeder Kunde sieht seine Konditionen, oft mit Staffeln und Sonderpreisen auf Artikelebene. Dazu kommen Organisationsstrukturen — eine Zentrale, mehrere Niederlassungen, Besteller mit Budget und Einkäufer mit Freigaberecht. Wer B2B behandelt wie D2C mit vorgeschaltetem Login, baut einen hübschen Katalog, den niemand benutzt.

Der zweite häufige Fall ist die Anbindung an die Beschaffung des Kunden. Große Einkäufer bestellen nicht im Browser, sondern aus ihrem SAP-, Onventis- oder Coupa-System heraus. Dafür implementieren wir OCI-Punch-out und cXML: Der Warenkorb entsteht im Shop und wandert zurück ins Beschaffungssystem, wo die interne Freigabe läuft. Daneben laufen klassische D2C-Projekte über Shopware 6, meist dann, wenn Sortiment, Varianten oder Zahlarten über das hinausgehen, was ein WooCommerce-Setup sinnvoll trägt.

Wie wir mit Shopware 6 arbeiten

Shopware 6 ist eine Symfony-Anwendung. Alles, was ein Projekt an Eigenheiten mitbringt, entsteht bei uns als eigenes Plugin oder App — mit eigenen Entities, Services und Twig-Erweiterungen über den Theme-Layer. Am Core wird nichts geändert. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Core-Hacks sind der häufigste Grund, warum ein Shop mehrere Versionssprünge hinterherhängt und niemand das Update anfassen will.

Preislogik bilden wir über den Rule Builder ab, solange sie sich mit Bordmitteln beschreiben lässt; wird es komplexer, kommt eine eigene Price-Rule-Implementierung dazu. Für Suche und Last setzen wir Elasticsearch und Redis ein, wo Datenmenge und Traffic es rechtfertigen — nicht als Standardausstattung. Headless-Anforderungen laufen über die Store-API. Deployment, Staging und Updates gehören zum Projekt, nicht zum Sonderwunsch: Ein Shop, der nur zum Launch aktuell ist, ist ein Sicherheitsproblem mit Zeitverzögerung.

Grenzen: wann Shopware die falsche Wahl ist

Shopware 6 ist kein leichtes System. Für einen Shop mit einer Handvoll Artikel, einem Preis pro Artikel und ohne Warenwirtschaftsanbindung ist der Stack überdimensioniert — dort raten wir zu WooCommerce, besonders wenn ohnehin schon WordPress läuft. Auch bei reinen Content-Auftritten mit angehängtem Verkauf weniger Produkte lohnt der Betriebsaufwand selten. Betriebsaufwand heißt hier: Updates, Testumgebung, Monitoring, Plugin-Pflege, Zertifikate.

Die zweite Grenze verläuft beim Marktplatz. Wer Fremdanbieter, Provisionsabrechnung und getrennte Auszahlungen braucht, arbeitet gegen das Datenmodell an; da ist eine Plattform mit Multi-Vendor-Kern der ehrlichere Weg. Und wenn ein Shopware-5-Shop noch läuft: Shopware 5 ist seit Ende Juli 2024 eingestellt, Sicherheitsupdates gibt es nur noch kommerziell über einen Drittanbieter. Ein Upgrade ist technisch ein Neubau mit Datenübernahme, kein Versionssprung. Wir sagen das vorher, weil die Kalkulation sonst im Projekt kippt.

Projekte mit Shopware

Ein Auszug — nicht die vollständige Kundenliste.

Häufige Fragen

Ist Shopware 6 für B2B-Shops geeignet?

Ja. Shopware 6 bringt die B2B-Grundlagen bereits im offenen Kern mit: Kundengruppen, kundenindividuelle Preise, Staffelpreise und den Rule Builder für Konditionen. Weitergehende B2B-Funktionen — Angebotsprozesse, Kundenhierarchien mit Zentrale und Niederlassungen, Bestellfreigaben, Budgets — liefert Shopware als B2B Components in den kostenpflichtigen Plänen; Punch-out über OCI oder cXML kommt je nach Beschaffungssystem als eigenes Plugin dazu. Welcher Weg günstiger ist, rechnen wir vor der Beauftragung durch.

Wie läuft die Migration von Shopware 5 auf Shopware 6?

Eine Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 ist ein Neuaufbau mit Datenübernahme, kein Update. Templates, Plugins und Anpassungen aus Shopware 5 lassen sich technisch nicht weiternutzen; übernommen werden Stammdaten, Kunden, Bestellungen und Medien, meist über das Migrations-Werkzeug von Shopware. Dazu kommen URL-Weiterleitungen, damit Rankings nicht verloren gehen. Sharpness (Oldenburg) sortiert im Vorfeld aus, welche Altfunktionen wirklich noch gebraucht werden.

Wann ist WooCommerce die bessere Wahl als Shopware?

WooCommerce ist die bessere Wahl bei kleinem Sortiment, einfacher Preisstruktur und vorhandener WordPress-Installation. Wer wenige Produkte an Endkunden verkauft, ohne ERP-Anbindung, ohne kundenindividuelle Konditionen und ohne komplexe Versandregeln, fährt damit günstiger — im Aufbau wie im Betrieb. Sobald Staffelpreise, Kundenhierarchien, Punch-out oder eine Warenwirtschaftsanbindung dazukommen, kippt die Rechnung zugunsten von Shopware 6, weil in WooCommerce jede dieser Anforderungen ein weiteres Plugin bedeutet.

Shopware im Bestand oder im Neubau?

Wir übernehmen auch Systeme, die woanders gebaut wurden — nach einem Blick in Code und Hosting.

Womit wir sonst arbeiten

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