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Sicherheit für Websites und Onlineshops

Die meisten Angriffe auf Websites und Onlineshops sind automatisiert und richten sich an jede erreichbare Installation mit einer bekannten Schwachstelle. Wer getroffen wird, hatte selten Pech, sondern eine offene Tür. Wir schließen sie: Wir härten TYPO3, WordPress und Shopware, schützen Zugänge und Kundendaten, halten Systeme aktuell und sorgen dafür, dass im Ernstfall ein sauberer Stand und ein klarer Ablauf bereitliegen. Sicherheit ist bei uns kein Zusatzprodukt, sondern Teil jedes Projekts, das wir bauen und betreiben.

HärtungWAFLogin-SchutzBackupsMonitoring

Was tatsächlich angegriffen wird

Die Protokolle unserer Server zeigen es jeden Tag: automatisierte Anfragen nach Konfigurationsdateien, Sicherungskopien und Verwaltungsoberflächen — von Absendern, die mit dem Unternehmen dahinter nichts zu tun haben. Das sind keine gezielten Angriffe, sondern Massenprüfungen. Ein Skript klopft Millionen Domains nach denselben Schwachstellen ab und meldet die Treffer; erst dann kommt jemand vorbei. Wer in dieser Liste nicht auftaucht, bleibt für die allermeisten Angreifer unsichtbar.

Die Einfallstore sind seit Jahren dieselben: Erweiterungen mit bekannter, aber nicht geschlossener Lücke, Zugänge mit schwachen oder wiederverwendeten Passwörtern, Formulare, die alles annehmen, Server auf einer PHP-Version ohne Sicherheitsupdates. Bei Onlineshops kommt der Checkout dazu — manipulierte Skripte, die Zahlungsdaten abgreifen, fallen oft erst auf, wenn Kunden sich melden.

Deshalb beginnt Sicherheit bei uns nicht mit einem Produkt, sondern mit einer Bestandsaufnahme: Welche Versionen laufen, welche Erweiterungen sind im Einsatz und werden noch gepflegt, wer hat welche Zugänge, wo liegen Konfiguration und Backups. Das Ergebnis ist eine priorisierte Liste — was sofort passieren muss, was in den nächsten Wochen ansteht und was Sie sich sparen können.

Härtung: jedes System nach seinen Regeln

TYPO3, WordPress und Shopware haben jeweils eigene Stellschrauben, und wir kennen sie aus dem täglichen Betrieb eigener und übernommener Installationen. Wir schließen, was nicht offen sein muss, geben Zugängen nur die Rechte, die ihre Aufgabe braucht, prüfen Erweiterungen vor der Installation und bauen Zahlungs- und Checkout-Prozesse so, dass Kartendaten Ihren Server nie berühren. Für Systeme auf Versionen ohne Herstellersupport planen wir das Update — ein Sicherheits-Plugin allein hält keine veraltete Codebasis am Leben.

Darunter liegt der Server: aktuelle PHP- und Datenbankversionen, saubere Dateirechte, Konfiguration und Zugangsdaten außerhalb des Webverzeichnisses, zeitgemäße Verschlüsselung und Sicherheitsheader. Auf unseren eigenen Servern in Deutschland ist das der Standard; auf fremden Hostings setzen wir um, was die Umgebung zulässt, und sagen klar, wo sie es nicht tut.

Vieles, was ein Server abwehren müsste, erreicht ihn bei uns gar nicht erst. Eine vorgelagerte Firewall filtert bekannte Angriffsmuster, bremst Automaten und hält Scanner fern — so eingestellt, dass echte Kunden, Zahlungsanbieter und Schnittstellen ungehindert durchkommen. Wie wir das mit Cloudflare einrichten, steht auf der eigenen Leistungsseite zur Cloudflare-Konfiguration.

Updates, Backups, Zugänge: die unspektakuläre Hälfte

Die meisten erfolgreichen Angriffe nutzen Lücken, für die es längst ein Update gab. Deshalb spielen wir Sicherheitsupdates für Core, Erweiterungen und Serverumgebung zeitnah ein — getestet, mit Rückweg, in festen Intervallen und ohne dass Sie daran denken müssen. Das ist der Kern unserer laufenden Betreuung, nicht ihr Nebenprodukt.

Ein Backup ist erst dann eines, wenn es sich zurückspielen lässt. Wir sichern getrennt vom Produktivsystem, halten mehrere Stände vor und proben die Rücksicherung regelmäßig. Beim Verdacht auf einen Vorfall ist genau das die entscheidende Frage: Gibt es einen sauberen Stand von vor dem Einbruch?

Und wir räumen Zugänge auf: wer sich wo anmelden kann, mit welchen Rechten — und wer das Unternehmen längst verlassen hat. Verwaltungszugänge bekommen einen zweiten Faktor, Zugangsdaten einen sicheren Ort statt eines E-Mail-Postfachs. Das ist unspektakuläre Arbeit. Sie entscheidet trotzdem.

Wenn es passiert ist: ein Ablauf statt Panik

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, und wer sie verspricht, hat sie nicht verstanden. Was es gibt, ist ein geübter Ablauf: System isolieren, Zugänge tauschen, Spuren sichern, den Weg hinein finden, sauberen Stand zurückspielen, Lücke schließen. Aufgeräumt wird nicht durch Löschen gefundener Dateien — die Hintertür liegt meist woanders —, sondern durch den sauberen Stand plus alle ausstehenden Updates.

Sind personenbezogene Daten betroffen oder möglicherweise betroffen, gilt zusätzlich die Meldepflicht nach Artikel 33 DSGVO binnen 72 Stunden gegenüber der Aufsichtsbehörde. Wir liefern dafür die technische Grundlage: was passiert ist, seit wann, welche Daten erreichbar waren, was getan wurde. Die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihnen oder Ihrem Datenschutzbeauftragten — wir sorgen dafür, dass die Fakten vorliegen.

Häufige Fragen

Was kostet Website-Sicherheit?

Das hängt vom Bestand ab, nicht von einer Preisliste. Die Bestandsaufnahme ist ein überschaubarer, fest bezifferter Posten; was danach ansteht, steht in der priorisierten Liste mit Aufwand je Maßnahme — Sie entscheiden, was Sie beauftragen. Laufende Sicherheit ist Teil unseres Wartungsvertrags: Updates, Backup-Prüfung und Monitoring gehören dort zum festen Umfang.

Können Sie garantieren, dass unsere Website nicht gehackt wird?

Nein — und das kann niemand seriös. Was wir tun, ist zweierlei: die Angriffsfläche so klein machen, dass Massenangriffe ins Leere laufen, und die Zeit bis zur Entdeckung und Wiederherstellung so kurz halten, dass ein Vorfall ein Vorfall bleibt und keine Katastrophe wird. Ein geprüftes Backup und ein geübter Ablauf sind dabei mehr wert als jedes Versprechen.

Reicht nicht ein Sicherheits-Plugin?

Ein Plugin kann Logins drosseln und bekannte Muster melden — es kann keine veraltete PHP-Version ersetzen, keine falschen Dateirechte reparieren und keine Lücke in einer anderen Erweiterung schließen. Oft ist es selbst eine zusätzliche Angriffsfläche. Wir setzen solche Werkzeuge gezielt ein, aber als Ergänzung zu Härtung, Updates und vorgelagerter Firewall, nicht als deren Ersatz.

Wir sind ein kleines Unternehmen — wer sollte uns angreifen?

Niemand persönlich, und genau das ist der Punkt: Die Angriffe sind automatisiert und richten sich an jede erreichbare Installation mit einer bekannten Schwachstelle. Für ein Skript ist eine kleine Firmenwebsite dieselbe Beute wie ein Konzernportal — als Spamschleuder, als Phishing-Host oder als Zwischenstation. Die Größe schützt nicht; der Zustand des Systems schon.

Was ist bei Onlineshops zusätzlich zu beachten?

Vor allem der Zahlungsweg: Kartendaten sollten Ihren Server nie berühren, sondern direkt beim Zahlungsdienstleister landen. Das nimmt Angreifern das lohnendste Ziel und hält den Shop weitgehend aus den Pflichten des Kartenstandards PCI DSS heraus. Dazu kommen Kundenkonten, Bestelldaten und die Schnittstellen zu Warenwirtschaft und Zahlungsanbietern — jede davon mit eigenen, eng gefassten Zugangsdaten.

Übernehmen Sie auch Websites, die Sie nicht gebaut haben?

Ja. Die Bestandsaufnahme funktioniert bei fremden Projekten genauso — oft ist sie dort am aufschlussreichsten, weil niemand mehr weiß, was installiert ist und warum. Danach entscheiden Sie, ob wir härten, übernehmen oder nur die Liste liefern, mit der Ihre bisherige Agentur weiterarbeitet.

Machen Sie auch Penetrationstests?

Wir prüfen Konfiguration, Versionen, Zugänge und Code auf bekannte Schwachstellen und setzen automatisierte Scanner ein — das deckt den Großteil realer Angriffe ab. Ein formaler Penetrationstest mit Angriffssimulation und Bericht nach anerkanntem Schema ist eine eigene Disziplin; wenn Ihr Kunde, Ihre Versicherung oder eine Zertifizierung das verlangt, arbeiten wir mit darauf spezialisierten Prüfern zusammen und setzen deren Befunde um.

Weitere Antworten in unseren Fragen & Antworten

Sicherheit für Websites und Onlineshops: Lassen Sie uns konkret werden.

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